THE PROBLEM OF MICROPLASTIC

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Das Thema „Mikroplastik in unseren Lebensmitteln“ taucht aktuell durch die News zu „Mikroplastik in Meersalz“ wieder auf . In der vom NDR aufgeführten Untersuchung des Instituts für Biologie und Chemie des Meeres an der Universität Oldenburg wurden Salzproben untersucht. „Im Fleur de Sel lag der Gehalt an Mikroplastik zwischen rund 130 und 1800 Mikrogramm pro Kilogramm. In einem Fall war sogar mit bloßem Auge eine Kunststoff-Faser erkennbar. Bei den nachgewiesenen Kunststoffarten handelte es sich vor allem um Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polyethylenterephthalat (PET).

Die Problematik bei Mikroplastik liegt laut Prof. Dr. Edmund Maser vom Institut für Toxikologie und Pharmakologie der Universität Kiel in der Anreicherung von organischen Substanzen „wie DDT, Dioxin, aber auch Schwermetalle … und (der Beschleunigung der) Freisetzung dieser Stoffe im Körper …„, wodurch Mikroplastik wie ein Transportmittel für Schadstoffe in den menschlichen Körper funktioniert.

The Guardian gab einen Vorab-Einblick in die Ergebnisse der Salz-Analysen, bei der zwölf Salzsorten aus Supermärkten in Großbritannien, Frankreich, Spanien, China und den USA auf Plastik hin untersucht wurden. In einer weiteren Studie fanden spanische Wissenschaftler in 21 verschiedenen Speisesalze Plastik.

Ob Mikroplastik auch im Trinkwasser zu finden ist, nahmen Forscher als Ausgangspunkt für eine Studie, die die NGO „Orb Media“ in Zusammenarbeit mit der University of Minnesota durchgeführt hat. In 83 Prozent der 159 Leitungswasser Proben fanden die Experten Plastik-Partikel. Vor allem „durch Waschmaschinen kommen jede Menge Plastikfasern in die Umwelt und ins Wasser.„ Durch Regenfälle kann Mikroplastik ins Grundwasser transportiert werden, das als Trinkwasser genutzt wird. „Die aktuellen Wasserreinigungssysteme haben keine Filter, die fein genug sind, um auch die kleinsten Mikroplastikfasern heraus zu filtern.

Die Einbringung von Mikroplastik in den Wasserkreislauf sollte daher von uns vermieden werden. Wir können bewusst den Anteil an Mikroplastik durch die Reduktion von plastikbelasteten Produkten im Haushalt beeinflussen und uns die Kreisläufe im Haushalt anschauen, in denen wir solche Produkte verwenden. Bei der Hygiene wie Wäsche waschen, Duschen, Waschen und Reinigung fallen die größten Mengen an. Auf der Seite  von Utopia gibt es im Artikel „Mikroplastik: wo es sich versteckt, wie du es meiden kannst“ eine wunderbare Übersicht zu Alternativen.

Durch den Schwerpunkt WATER meines Projektes HOUSE OF TINY SYSTEMS  liegt der Focus auf das Recyceln meines genutzten Wassers und dadurch sekundär auch auf die Einbringung von Stoffen wie Microplastik in die Kreisläufe meines Tiny Houses. Ohne die Stoffkreisläufe zu betrachten, würde die Untersuchung verschiedener Methoden zum Wasserrecycling nur oberflächlich verbleiben und außen vor lassen, wie und durch was ich mein Wasser verunreinige bzw. würde die Unwissenheit darüber möglicherweise Misserfolge bei der Nutzung von nachhaltigen Methoden nach sich ziehen.

Bei der Konzentration auf tatsächlich nachhaltige und zugängliche Recyclingmethoden wie zum Beispiel Pflanzen und Mirkoorganismen (siehe hierzu Kriterien) sind kostspielige und aufwendige Verfahren (z.B. Mikro- und Ultrafiltration) zunächst außen vor, wobei eine erfolgreiche Etablierung von Reinigungsverfahren die Stoffkreisläufe und ihre Wirkung im Wasser berücksichtigt.

Hierfür werde ich eigene Kreisläufe in meinen Alltag etablieren, die die genutzten Stoffe und Materialien in biologische Kreisläufe zurückführen oder in technische Kreisläufe belassen können. Dabei gehört zu den natürlichen Prozessen neben dem reinen Material auch die Energie. Materialien wie Mirkoplastik, die nicht in Kreisläufe zurückgeführt werden können, sollen so weit wie möglich reduziert werden, wobei wahrscheinlich ein „Low Waste“ denn ein „Zero Waste“ Ansatz machbarer erscheint, jedoch Zero Waste das Ziel darstellt. Um diese Kreisläufe etablieren zu können, sind einige Umstellungen notwendig bzw. werde ich nach Verfahren suchen, die das ermöglichen. Hierzu gehört u.a. die Nutzung eines Bokashi und die Nutzung von natürlichen Haushaltsmitteln.

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ENGLISH

The topic „microplastic in our food“ is constantly popping up and currently being brought to the spotlight by the news about „micro-plastic in sea salt„. In the study of the Institute of Biology and Chemistry of the ocean at the University of Oldenburg, which was listed by the NDR, salt samples were examined. „In the Fleur de sel, the micro-plastic content was between approximately 130 and 1800 micrograms per kilogram. In one case, even with the eye, a plastic fiber was recognizable. The proven types of plastics were mainly polyethylene (PE), polypropylene (PP) and terephthalate (PET). „.
According to Prof. Dr. Edmund Maser of the Institute for Toxicology and Pharmacology at the University of Kiel, the problem with microplastics lies in the enrichment of organic substances „such as DDT, dioxin, but also heavy metals… and (accelerating the) release of these Substances in the body…“ whereby microplastic works as transport for pollutants in the human body.

The Guardian gave a preliminary glimpse of the results of the salt analyses, where twelve types of salt from supermarkets in the UK, France, Spain, China and the US were analyzed on plastic. In a further study, Spanish scientists found plastic in 21 different food salts.

Whether microplastic can also be found in drinking water, researchers took as a starting point for a study that the NGO „ORB Media“ conducted in collaboration with the University of Minnesota. In 83 percent of the 159 tap water samples, the experts found plastic particles. In particular, „washing machines have a lot of plastic fibres coming into the environment and into the water.“ By rainfall microplastics can be transported into the groundwater, which is used as drinking water. „The current water purification systems don’t have filters that are fine enough to filter out even the smallest microplastic fibres.

We should therefore avoid the introduction of microplastics into the water cycle. We can deliberately influence the amount of microplastics by reducing plastic-contaminated products in the household and looking at the cycles in the household where we use such products. During hygiene, such as laundry, showering, washing and cleaning, incur the largest quantities. On the Utopia page in the article „Microplastic: where it hides, how you can avoid it“  is published a wonderful overview of alternatives.

Through the focus WATER of my project HOUSE OF TINY SYSTEMS the focus is on the recycling of my used water and thus secondary also on the introduction of substances into the circuits of my tiny house. Without looking at the material cycles the analysis of various methods of water recycling would only remain superficial and leave outside, how and by what I’m polluting my water or the unawareness about it possibly would cause  failures in the use of sustainable methods.

In concentrating on really sustainable and accessible recycling methods such as plants and microorganism (see criteria), expensive and elaborate procedures (e.g. micro-and ultrafiltration) are initially outside, whereby a successful establishment of purification processes takes into account the material cycles and their effect in water.

For this purpose, I will establish my own cycles in my everyday life, which can trace the substances and materials back in biological circuits or leave them in technical cycles. In addition to the pure material, their energy is also one of the natural processes. Materials that cannot be returned in cycles should be reduced as much as possible, although a „low waste“ approach may seem more feasible, but „zero waste“ is the target. In order to be able to establish these cycles, some changeovers are necessary and I will look for procedures that enable this. This includes e.g. the use of a bokashi and the use of natural detergents.

sources:

Fleur de Sel: Plastik in Meersalz nachgewiesen
Neue Studie: Leitungswasser weltweit enthält Plastik
Utopia