WC | Bau Terra Preta

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Für den Bau von Terra Preta Toiletten findet Ihr Zubehör und Hinweise unter www.triaterra.de ]

Für den Urin werden dicht verschraubbare Weithalsflaschen (z.B. Waschmittelflasche) mit ca. 1 Liter und Weithalskanister zur Lagerung benötigt. Die Öffnungen sollten möglichst groß sein, um Verschmutzungen beim täglichen Befüllen und Entleeren zu vermeiden. Für die Winterlagerung des Urins eignen sich Maischefässer mit Ablasshahn (z.B.:  60 Liter). Anstatt sauberes Trinkwasser kann zur Verdünnung des Urins  (ca. 1:10) benutztes Dusch- und Küchenabwasser eingesetzt werden. Eine Person produziert mit dem Urin ca. 200 m2 Stickstoff im Jahr, der produktiv für die Holz- und Lebensmittelproduktion genutzt werden kann.

Mit der Verwendung von Holzkohle wird für die Fermentation keine EM (effektiven Mikroorganismen) benötigt. Der Holzkohlestaub für den Einstreu (Fäkalien, Küchenabfälle) kann mit einfachen Methoden auch beim Heizen, Kochen und Grillen mit Holz selbst hergestellt werden. Wird beispielsweise eine Dose voll mit Sägespänen mit der Öffnung nach unten in ein Feuer gestellt, entsteht nach dem Abkühlen Holzkohlepulver. Die Holzkohle unterdrückt unter anderem auch Fäulnis. Holzkohle ist auch im Handel erhältlich. Trockener Holzkohlestaub sollte befeuchtet werden:  10 Liter Staub mit 1 Liter Urin.

[ Unter Herstellung von Pflanzenkohle findet Ihr Informationen. ]

Die Fermentationsflüssigkeit muss nicht abgelassen werden. Bei Holzasche fehlt der poröse, nicht abbaubare Kohlenstoff. Die Sägespäne werden von Mikroorganismen komplett abgebaut, die die Holzkohle zum Aufbau von Dauerhumus benötigt.

Das fermentierte organische Material kann durch diesen Prozess von Bodenorganismen/Regenwürmern besser zu Humus umgewandelt und damit im Boden Kohlenstoff angereichert werden.

Terra Preta entsteht nur mit Holzkohle. Durch die Milchsäurefermentation werden die organischen Reststoffe für die Würmer aufgewertet. Wichtig ist die beliebig lange Lagerung in luftdicht verschlossenen Gefäßen, um das fermentierte Material bedarfsgerecht und verlustarm als organischer Dünger einzusetzen.

Für die VerWERTung des Shit- und Küchenbokashi kann man sehr gut einem mobile Kistengarten nutzen. Für eine Person werden ca. 8 Kistenstapel ( 2 Euro-Paletten) benötigt.

[ Die Anleitung steht unter [ www.ayumi-matsuzaka.com und http://altemu.de  zur Verfügung. ]

Die untere Kiste wird mit 50 % Erde, 25 % Shit- und 25 % Küchenbokashi gefüllt. In der oberen Kiste wird produziert. Nach einem Jahr ist der Bokashi in der unteren Kiste vererdet. Die obere Kiste wird mit Bokashi im Herbst aufgedüngt und rotiert nach unten. Mit der Zeit kann das Substrat in den Kisten so immer fruchtbarer und ertragsreicher werden. Die Bewässerung kann unter anderem auch mit Dusch- und Küchenabwasser erfolgen. Die Kistenstapel lassen einen großen Spielraum für die Grundstücksgestaltung im Umfeld eines Tiny Houses.

(Beitrag von Heiko Pieplow)


English

For the urine bolted wide-neck bottles (E.g. detergent bottle) with approx. 1 litre sealing and wide-neck is needed for storage. The holes should be as large as possible to avoid contamination during daily filling and emptying. For the winter storage of urine mash barrels suitable with drain valve should use (E.g.: 60 litres). Instead of clean drinking water can be taken used shower and kitchen water for the dilution of the urine (Approx. 1:10). A person produces with the urine approx. 200 m2 nitrogen in a year, which can be used productively for wood and food production .

With the use of charcoal no EM (effective microorganisms) is required for the fermentation. The charcoal dust for the litter (fecal matter, kitchen waste) can be produced with simple methods also with the heating, cooking and grilling with wood itself. For example, a rifle full with sawdust can with the opening downwards put in a fire, and charcoal powder is created after cooling. The charcoal suppressed, including rotting. Charcoal is also commercially available. Dry charcoal dust should be moistened: 10 litre dust with 1 litre of urine.

The fermentation liquid must not be discharged. Wood ash has no porous, non degradable carbon. The sawdust are completely needed by micro-organisms, which required the charcoal for the building of permanent humus.

The fermented organic material can be through this process of soil organisms/earthworms better converted to humus and thus enriched carbon in the soil.

Terra preta is created only with charcoal. The organic residues for the worms are enhanced by the lactic acid fermentation. Important is the any long storage in hermetically sealed containers, so the fermented material is suitable for use and low-loss as organic fertilizer.

For the recovery of the shit – and kitchenbokashi you can very well use a mobile box garden. Approx. 8 box stack (2 pallets) are required for a person.

The bottom box is filled with 50% Earth, 25% shit – and 25% kitchenbokashi. Is produced in the upper box. After a year, the Bokashi in the bottom box is converted into soil. The upper box is on manured with Bokashi in the fall and rotates downwards. With time, the substrate in the boxes can be more fertile and yields richer. Irrigation can be done also with shower and kitchen waste. The box piles can be a large margin for the plot design in the environment of a tiny house.